Untergrund-Geschichten:

In den Weißenstädter Kellern


Weißenstadt und seine Keller kann man auf verschiedene Arten kennenlernen – unter- oder überirdisch, bei Tag oder bei Nacht. Kerstin Olga Hirschmann nimmt bei ihren Touren Fühlung auf – sie spürt, was ihre Gäste brauchen. Keine ihrer Führungen mit mehreren Stationen im Stadtgebiet ist gleich, niemals spult sie auswendig gelerntes Wissen einfach ab! Hirschmann ist ein Weißenstädter Kind: sie arbeitet bei der Kur- und Tourist-Information, engagiert sich beim Kulturforum, ist Mitglied bei der Kellerforschung und besitzt einen faszinierenden Keller mit einem Brunnen und verzweigten Gängen, den sie genauso mit Herzblut zeigt, wie die Besonderheiten ihrer Stadt. Sie präsentiert Exemplare der mehr als 40 Kristallsorten, die in Weißenstadt zu finden sind, berichtet über die rund 200 Lagerkeller am Stadtrand, weiß die Geschichte der Bummelhenker zu erzählen, kann über Zinnabbau, Bienenzucht, das Uranbergwerk „Werra“, die Tiefenbohrung, die der Therme 50 Grad heißes Wasser bescherte, und über das Jungbrunnenelement Radon berichten. Auch über Sack‘s Destille können Führungen gebucht werden – es geht in den familieneigenen Bergwerks-Keller, in die Kirche und das Drogeriemuseum mit seinen Exponaten, die ihre eigene Geschichte erzählen. Nicht nur auf der betriebseigenen freitäglichen Führung der Destille gibt es Kostproben der Brände, auch bei Kerstin Hirschmann dürfen die Besucher die Fichtelgebirgs-Spezialitäten probieren.

Text: Claudia Plaum, Foto: Florian Miedl

„Aus tiefen Kellern zu Hochgeistigem“: Die Führungen finden meistens Freitag ab 10 Personen statt. Treffpunkt: 14 Uhr, vor der evangelischen Stadtkirche St. Jakobus am Marktplatz, Dauer ca. 2 Stunden.„Stadt- und Kellerführungen“: Zusätzlich zu Tagesführungen finden regelmäßig „Abenteuerliche Nachtführungen durch das ober- und unterirdische Weißenstadt“ statt. Auch individuelle Führungen sind möglich.
www.weissenstadt.de

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Weißenstädter Keller