Unsre Heimat ist das Vorwerk, unser Stolz der VER*!


„Ich habe keine Ahnung vom Eishockey“ ist ein gar nicht so selten gehörtes Geständnis von Leuten, die regelmäßig Spiele der Selber Wölfe besuchen. Muss man auch gar nicht, um vom Eishockey fasziniert zu sein und Spaß daran zu haben. Tempo, Härte, Spannung kann man genießen, ohne das Regelwerk zu beherrschen. Und wer in der NETZSCH Arena, in der die Wölfe spielen, einen dieser magischen Momente erlebt hat, in der Laien und Kenner, Stehplatzfans und Businessblock zu einer verschworenen Einheit verschmelzen, die ihr Team nach vorne peitscht, der weiß, wie sich Eishockey anfühlen kann. Oder besser: [ˈa͜ishɔkai], wie man in Selb sagt. Kann nicht schaden, das Wort schon mal gelesen zu haben. Denn man wird es früher oder später hören, wenn sie sich im Stadion ihre [ˈa͜ishɔkai] Geschichten erzählen. Geschichten von Derbys gegen die nicht ganz so beliebten Nachbarn aus Bayreuth und Crimmitschau. Geschichten von 7000 Zuschauern in der Eishalle, die für 4000 Zuschauer zugelassen ist. Geschichten von Selbern, die Nationalspieler waren. Geschichten von Weltmeister und Olympiasieger Jiří Lála, der für Selb auflief. Beim [ˈa͜ishɔkai] wird der Selber redselig. Und Hochfranken zeigt, wie stimmgewaltig es sein kann: Dass das Publikum in einem ausverkauften Eisstadion einstimmig ein Spieldrittel nonstop mit Gesang füllt, obwohl die eigene Mannschaft hinten liegt, wird kaum woanders passieren. Die NETZSCH Arena im Selber Stadtteil Vorwerk ist ein Mikrokosmos; Job, Ärger, Probleme – bleibt alles draußen. Es geht um Fan- und Spielkultur, um Checks und Fights. Es geht um [ˈa͜ishɔkai]. Dem Alltag entfliehen: definitiv ja. Die Seele baumeln lassen: definitiv nein!

Text: Götz Gemeinhardt, Foto: Mario Wiedel

www.verselb.de

* VER Selb, Verein für Eiskunstlauf und Rollsport

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