Von der Quelle bis zur Mündung:

Die Eger


Am Schneeberg entspringt die Eger in einer gefassten Quelle, die als offizielle Egerquelle markiert wurde*. Am idyllischen Quellort finden sich folgende Zeilen: „Als der Knabe kam zur Eger: „Eger, sprich, wo eilst du hin?“ „Zu der Elbe“, rauscht es reger, „zu der Elbe muss ich zieh´n!“ Als der Knabe kam zur Elbe, war die Antwort inhaltsschwer. Donnernd braust zurück dieselbe: „Und ich muss ins deutsche Meer!“ Das noch junge Flüsschen nimmt seinen Lauf nach Osten und erreicht nach Weißenstadt, Marktleuthen und Hohenberg an der Eger die tschechische Grenze. Kurz verläuft die Eger auf der Grenze und fließt dann nach Cheb (zu Deutsch „Eger“). Lohnendes Ausflugsziel ist nach 40 km die Stadt Loket – Elbogen genannt nach dem Knick, den der Fluss hier vollzieht. Eine alte Burg thront über dem romantisch sich schlängelnden Fluss; ein Amphitheater bietet ein Open-Air-Kulturprogramm. Der zwischen Elbogen und Karlsbad gelegene „Hans Heiling“-Felsen mit tollem Panorama lohnt einen Besuch. Im Egergraben trennt der Fluss Erz- und Duppauer Gebirge. Jede der Egerstädte Kaaden, Saaz, Postelberg, Laun und Theresienstadt hat ihre eigene Geschichte zu erzählen – politisch motivierte Gräueltaten wurden hier verübt, aber auch der weltbekannte Aromahopfen, der dem Pilsner Urquell seinen Geschmack gibt, gedeiht hier. Schließlich mündet die Eger nach 316 km gegenüber der tschechischen Bischofsstadt Leitmeritz in die Elbe.

50 km Radtour in Hochfranken: Start ist an der Egerquelle bei Weißenhaid, weiter geht’s durch die Egerauen über Weißenstadt, Röslau, Marktleuthen, durch das romantische Egertal nach Neuhaus a. d. Eger, über Hohenberg a. d. Eger und Hammermühle zum Grenzübergang nach Tschechien. „Immer leicht rollend“ kann man das schöne Egertal genießen. Über Cheb, Loket und Karlsbad ginge es dann in der Tschechischen Republik weiter.

*Nach einer früheren Auffassung bildet das Quellgebiet des in die Eger mündenden Zinnbachs den Ursprung der Alten Eger. Da dieser nur schwer zugänglich, die Eger aber schon immer ein Besuchermagnet war, schuf man den jetzigen Quellort.

Text: Claudia Plaum, Foto: Jürgen Härtl

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