Ein Kind, ein Hund, ein Museum:

Das Kleine Museum Weißenstadt


Ein flacher Quader in Weißenstadt: Das Kleine Museum – Kultur auf der Peunt. Klein, ja, aber spektakulär. Ein Blickfang. Ein Fremdkörper? „Besonders“ nennt Dr. Laura Krainz-Leupoldt die Konstellation Weißenstadt – Kleines Museum. 2001 kauft die Unternehmerin das marode ehemalige Postamt und lässt es sanieren. 2005 besucht Familie Leupoldt eine Ausstellung von Marcello Morandini, bei der dessen Tochter Maria Enza und Prinz, der Schäferhund der Leupoldts, zu unbewussten Initiatoren eines architektonischen und kulturellen Impulses für Weißenstadt werden: „Ihre spontane Zuneigung führten Morandini und mich zusammen.“ Marcello Morandini, bedeutender konstruktivistischer Künstler, Designer und Architekt, und Krainz-Leupoldt entwickeln Ideen für die Museumsfassade und wählen Materialien aus, mit denen sich Morandinis Skizzen umsetzen lassen. In Schwarz (Granit) und Weiß (Marmor) werden die drei Grundformen der Geometrie (Dreieck, Kreis und Rechteck) dargestellt. Im Oktober 2007 öffnet Das Kleine Museum. Auf den einstigen Peuntwiesen, auf denen den Kühen das Gras besonders gut geschmeckt haben soll. Werke Morandinis sind dauerhaft zu sehen, dazu jährlich zwei weitere Kunstausstellungen. „Für die Schwierigkeit des Objekts ist es gut besucht. Es lockt Leute an, also ist es etwas Gutes“, stellt die Gründerin fest. Sie hat einen kulturellen Reizpunkt gesetzt. Und sie hat den Leitspruch ihrer Familie umgesetzt: „Anche sulla roccia più dura nasce qualche grazioso fiore.“ Auch auf dem härtesten Felsen kann eine zarte Blume blühen.

Text: Götz Gemeinhardt, Foto: Alexander Feig

Adresse:
Goethestraße 15, 95163 Weißenstadt
Zeiten:
Do–Sa 13:30–17 Uhr
www.kleinesmuseum-weissenstadt.de

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